St. Ursula, Oberndorf, SE Pfaffenberg

 Seelsorgeeinheit

ST. URSULA BRUDER-KLAUS-KAPELLE KAPELLE AM TANNENRAIN FRIEDHOFSKAPELLE KREUZWEG MARTINUSWEG
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Unsere Kirche St. Ursula

 

 

 

St. Ursula

Geschichte der Pfarrei St. Ursula

 

Seit etwa mehr als 200 Jahren hat Oberndorf eine eigene Pfarrei. Bevor diese errichtet wurde, gehörten die Oberndorfer Katholiken Jahrhunderte lang zur Pfarrei Poltringen. Auch die Oberndorfer Taufen, Trauungen und Sterbefälle wurden in die Kirchenbücher der Pfarrei Poltringen eingetragen.

 

Die Pfarrei Oberndorf gehörte bis 1821 zum Bistum Konstanz. Dann wurde sie der neugegründeten Diözese Rottenburg zugeordnet. Das Dekanat Rottenburg, das schon während der Zugehörigkeit zum Bistum Konstanz für Oberndorf zuständig war, übt noch bis heute die unmittelbare Aufsicht über diese Pfarrei aus.

 

Aufgrund des Priestermangels erhielt Oberndorf nach dem Tod von Pfarrer Martin Moser (†19.11.1974) keinen eigenen Pfarrer mehr. Die Pfarrei wird vom Pfarrer von Wurmlingen betreut. Seit 2005 ist Pfarrer Martin Uhl zuständiger Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Pfaffenberg.

 

 

Bau- und Kirchengeschichte

 

Zur wahrscheinlichen Entstehung des ersten Oberndorfer Kapellenbaus zwischen 1430 und 1440 passt auch der als Grundstein anzusprechende Stein, der 1970 beim Neubau der Sakristei im Bauschutt gefunden wurde und die in gotischen Minuskeln ausgeführten Zahlen trägt: .m.cccc.xxx.(v?) (=1435). Damit ist das Baudatum der gotischen Kapelle belegt. Wobei die letzte Zahl zu verwittert ist, um sie genau lesen zu können, es sich aber am wahrscheinlichsten um ein V handelt.

 

In der Kapelle befand sich ein spätgotischer „in der Ehre der heiligen Dreifaltigkeit“ geweihter Altar von hoher künstlerischer Qualität. Dieser Altar war ein Dreifaltigkeits- und Marienaltar, die Kapelle daher eine Marienkapelle. Dieses Gotteshaus besaß bis zur Erhebung zur Pfarrkirche im Jahr 1791 rechtlich nur den Rang einer Nebenkirche (Kapelle).

 

Der aus den Urkunden für die Entstehung des Baus gewonnene Zeitansatz wird durch die Bauformen der Kirche bestätigt. Das Kreuzrippengewölbe mit teilweise figürlichen Konsolen und mit den qualitätsvollen Schlusssteinen passt ebenso in die Zeit um 1430-40 wie die Form des Wandtabernakels oder das Erscheinungsbild des Turms.

Der Ursula-Teppich

Eine der beiden älteren Glocken, die in diesem Turm hängen, trägt das mit der Baugeschichte übereinstimmende Datum 1451. Aufgrund ihrer Zierformen wird angenommen, dass sie von Hans Eger in Reutlingen gegossen wurde. Die undatierte zweite Glocke muss aus stilistischen Gründen zur selben Zeit in der selben Werkstätte entstanden sein.

Unsere Glocke

1456 wurde eine Frühmesspfründe auf einen zweiten Altar in der Oberndorfer Kapelle als Johannesaltar gestiftet. Die Neuweihe des Oberndorfers Hochaltars Allerheiligsten Dreifaltigkeit und der Allerseligsten Jungfrau Maria erfolgte im Jahr 1670 von dem Konstanzer Weihbischof Georg Sigismund, Titularbischof von Heliopolis. Diese Neuweihe war erforderlich geworden, weil die Kapelle mindestens seit dem Einzug eines evangelischen Pfarrers 1598 auch für den evangelischen Gottesdienst genutzt worden war.

 

 

Der Oberndorfer Hochaltar

 

Höhepunkt der Kirchenausstattung ist der spätgotische Schnitzaltar, der als eines der besten Kunstwerke im Oberen Neckargebiet und als einer der „stattlichsten Altarschreine des Landes“ (J. Baum) zu gelten hat.

 

Thema der figürlichen Hauptszene im erhöhten Mittelteil ist die Krönung der knieenden Maria durch Gott Vater und Gott Sohn, die beide sitzend dargestellt sind. Über der Szene schwebt der Heilige Geist in Gestalt einer Taube. Die Krönung Mariens durch die Dreifaltigkeit spielt sich in einem gotischen Kapellenraum ab, der durch fünf Maßwerkfenster mit Butzenscheiben, Kreuzrippengewölbe und Laubwerkbaldachin hervorgehoben ist.

 

Pfeil, des hl. Papstes Sixtus III (oder Gregor d. Gr.) mit Kreuzstab und Buch, des hl. Laurentius mit dem Rost sowie des hl. Paulus mit dem Schwert befinden.

 

Der Mittelteil des Altares wird von zwei ebenfalls als Kapellen ausgebildeten Seitennischen flankiert. Die linke enthält die Standbilder des hl. Johannes des Täufers mit dem Lamm Gottes und des hl. Johannes des Evangelisten mit dem Kelch. In der rechten Nische stehen außen der Apostel Andreas mit dem Kreuz und innen der hl. Petrus mit Schlüsseln und Buch.

 

Im erhöhten Mittelteil des Gesprengs über der Marienkrönung steht das Kreuz Christi mit den Assistenzfiguren von Maria und Johannes Ev.

 

Kräftige Scharniere an den Außenseiten des Schreins belegen, dass der Altar ursprünglich Flügel besaß, die längst verschollen sind.

 

Der Altar ist um 1500 in oberrheinisch–elsässischen Werkstätten entstanden. Die Forschung schreibt ihn sowohl der elsässisch–straßburgischen Werkstatt des Nikolaus Hagnauer als auch der künstlerischen Nähe des in Freiburg ansässigen Hans Sixt von Staufen zu.

Der Hochaltar

Auch die Frage, wie denn dieser Altar in die Dorfkirche in Oberndorf gekommen sei, hat zwei wissenschaftlich begründete Antworten:

 

  • Zum einen war der Abt des Zisterzienserklosters Bebenhausen Patronatsherr der Oberndorfer Kapelle, so dass vermutet wird, dass im Zuge der Reformation der Altar aus der Klosterkirche Bebenhausen nach Oberndorf verbracht wurde.
  • Zum anderen kann es sich auch um eine Stiftung der adligen Vogtherren von Poltringen und Oberndorf (Rudolf v. Ehingen, Marquard v. Hailfingen, Hans Truchseß von Höfingen) handeln, die sich bereits Jahrzehnte vor der Entstehung des Altarschreins um die Erbauung der Oberndorfer Kapelle um die Bepfründung ihres Hochaltars verdient gemacht hatten.

 



Katholisches Pfarramt Wurmlingen

 

 

Lindenstr. 2, 72108 Rottenburg

 

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Pfarrrer Martin Uhl
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Pfarrer Martin David
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pfr.david@se-pfaffenberg.de

 

Gemeindereferentin Dorothea Habermehl-Kerschner
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Pastoralreferentin Michaela Lobinger
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Diakon Elliott Robertson
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Diakon Hans Heumesser
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