Gottesdienst Neckartal   Gottesdienst Ammertal
Gottesdienst NeckartalGottesdienst Ammertal

Der aktuelle Impuls

Pfingsten – Gemeinsam sind wir stark

 

 

Laut Neuem Testament sandte Gott an Pfingsten den Heiligen Geist auf die Jünger nieder. Diese konnten plötzlich fremde Sprachen sprechen, ihren Missionarisierungsauftrag in noch größerem Umfang als zu Lebzeiten Christi wahrnehmen und so ihre Gemeinschaft beträchtlich erweitern. Das Ereignis gilt als Abschluss der Osterpassion und Geburtstag der Ur-Kirche.

 

So ein Miteinander und irgendwo dazuzugehören ist meistens ganz schön. Man kann miteinander lustige oder schöne Erlebnisse austauschen, Kummer teilen, Erfahrungen zu bestimmten Themen austauschen, gemeinsam ein Problem lösen, sich gegenseitig helfen und im Ernstfall immer jemanden, der einem den Rücken freihält. Dadurch das Konflikte in einer Gemeinschaft unvermeidbar sind, reift man auch daran, wenn man es schafft, diese Konflikte zu lösen. Man verbessert und kritisiert sich auch gegenseitig, was manchmal als hart und zum Teil auch als unberechtigt empfunden wird, aber häufig auch auf Dinge aufmerksam macht, die einem selbst nicht aufgefallen wären. Man kann sich auch gegenseitig bestärken und zu zweit gelingt es auch eher andere zu überzeugen als im Alleingang, weshalb die Jünger immer zu zweit ausgesandt wurden (Mk. 6,7 – 13).

 

Die andere Seite der Medaille gibt es jedoch auch. Man will nicht dauernd jemanden um sich herumhaben. Von Zeit zu Zeit möchte man auch gerne allein sein. Da wir alle ganz unterschiedlich sind, kann es auch manchmal nervig sein, ständig auf die Bedürfnisse des Anderen Rücksicht nehmen zu müssen: Der eine hört gerne laute Musik, der andere empfindet laute Musik als störend und beschwert sich jedes Mal; der eine ist bei der Teamarbeit langsamer und der andere gestresst, dass er ständig auf seinen Partner warten muss; der eine möchte lieber ins Museum und der Andere in die Disco usw.

 

Gemeinschaft und Individuum sind also aufeinander angewiesen, genauso wie es auch die einzelnen Mitglieder untereinander sind. Das ist auch der Sinn der Gemeinschaft, dass mich die anderen tragen können, wenn ich mich im realen oder übertragenen Sinne selbst nicht mehr aufraffen kann. Und zu einem späteren Zeitpunkt, wenn es mir wieder bessergeht, trage ich die anderen mit. Ein gegenseitiges Geben und Nehmen, wie es schon den Jüngern bekannt war!

 

Doris Schlapansky  

Weitere Impulse finden Sie unter

 

» katholisch.de

 

Dort werden Impulse von Ordensleuten und Priestern zu den aktuellen Evangelientext angezeigt.