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Der aktuelle Impuls

An Ostern ist einer von den Toten auferstanden

  

Es ist doch verrückt, im 21. Jahrhundert an die Auferstehung eines Tage zuvor Verstorbenen zu glauben! Jesus von Nazareth ist am Kreuz gestorben und das unter Zeugen. Da gibt es kein Wenn-und-aber!

 

Es ist etwas anderes, wenn der Mensch noch lebt, aber sich in einer kritischen Situation befindet. Da gibt es noch Hoffnung. Denn an Heilung eines Schwerverletzten, Genesung eines Schwerkranken, Rettung eines Verunglückten oder an das Wiederfinden eines Vermissten kann man noch glauben. Es gilt, sich nicht von der belastenden Situation erdrücken zu lassen, und es gilt, einen geliebten Menschen nicht aufzugeben. Doch was ist, wenn die Hoffnung am Ende eben doch stirbt? Dann gibt es kein weiter mehr. Jetzt noch weiter zu hoffen und an die Zukunft zu glauben, ist sinnlos. Nur, was bleibt dann noch ausser Hoffnungslosigkeit?

 

Dass unsere Möglichkeiten, mit dem Verlust der Hoffnung umzugehen begrenzt sind und dass das Schicksal ungerecht sein kann, ohne dass wir einen Schuldigen hätten für das uns widerfahrene Unrecht, daran denken wir nicht gerne. Wir verlieren geliebte Menschen oder werden zumindest über längere Zeit von ihnen getrennt. Wir fühlen uns dann oft von Gott und der Welt verlassen. Die Anhänger des Jesus von Nazareth kannten dieses Gefühl besser als kaum jemand sonst. Sie lebten ein hartes Leben und dachten wohl „Wow! Endlich einer, der Hoffnung macht!“ Und dann stirbt dieser und jede Hoffnung wird mit ihm begraben. Jetzt noch weitermachen? Menschen können das nicht, denn unsere Möglichkeiten, die Hoffnung wiederherzustellen sind beschränkt. Wenn die Hoffnung erst einmal gestorben ist, können wir sie nicht wieder zum Leben erwecken.

 

Das kann nur Gott! Die Hoffnung auf Jesus von Nazareth war an Karfreitag gestorben. Doch nun, an Ostern ist sie wieder lebendig. Wie? Das weiß letztlich niemand. Wie sollte also ein moderner, gebildeter Mensch glauben, dass ein Leichnam wieder lebendig geworden ist, ohne zu verstehen, wie? Das Wie ist für uns Christen an Ostern nebensächlich. Wichtig ist, dass Jesus am Ostersonntag wieder lebendig ist. Gott schenkt den Menschen an diesem Feiertag Hoffnung, wenn sie selbst nichts ausrichten können. Ostern ist ein Feiertag der Hoffnung!

 

An diesem Tag erfahren wir: Unsere Machtlosigkeit hat nicht das letzte Wort.

 

Doris Schlapansky

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